Sonntag, 9. Dezember 2018

Zu Gast bei Radio SWR1 am 7.12.2018

Wer hätte das gedacht?

Da zieh' ich einfach immer öfter keine Schuhe an und dann werden Medien auf einen aufmerksam 🤗.

Aber wie kam es überhaupt dazu?

1.
Eine Volunteer der SÜDDEUTSCHEN Zeitung schrieb über #metoo und interviewte u.a. mich, verdrehte Tatsachen, erfand Dinge und legte mir, auch noch frecherweise in wörtlicher Rede, Worte in den Mund.
Die Süddeutsche Zeitung ist seitdem für mich kein seriöses Blatt mehr und ich zeige auch jedem gerne was aus meinen Geschichten gemacht wurde.
Natürlich schrieb ich ihr meine Meinung und auch eine E-mail an die Redaktion aber- keine Reaktion.)



Das war ein kleiner Auszug aus der Internet Version.
Leider nicht alles zutreffend und Vieles sehr phantasievoll und reißerisch ausgeschmückt. Denn weder hieß er Herbert, noch trug er Hawaihemd und dieser Dialog fand auch nicht statt. So geht der Artikel weiter und zwar nicht weniger peinlich.

2.
Der Sender SWR wurde über diese o.g. Zeitung auf mich aufmerksam und hakte nach. Ich konnte es im Fernsehen zwar nicht richtigstellen bzgl. der angeblichen Geschehnisse aber wenigstens schildern wie die o.g. Situation tatsächlich stattfand.
So kam es zu dem Fernsehauftritt im SWR bei Kaffee oder Tee .( « Link zum Video)

Herr Gallon, mit dem ich mich damals sehr nett unterhielt, gab meine Daten auf Anfrage und mit Erlaubnis an andere Medien weiter. 

3.
Barfuß im Internet:
Zunächst wurde ein Fotograf der Rheinpfalz, Herr Landry, auf Facebook auf mich aufmerksam da er öfter Barfußbilder von mir sah.
Kurzerhand fragte er mich ob ich zum Thema Barfuß an einem Interview für die Zeitung Rheinpfalz interessiert sei. Wenige Tage später traf ich mich mit ihm und Frau Warczok aus der Redaktion auf einen einstündigen Spaziergang durch die Stadt.

Den ganze Artikel könnt ihr Hier lesen.
Der Spaziergang und das Interview war angenehm und witzig und die heiße Schokolade (vegan natürlich) war sehr lecker und hat von innen gewärmt.

[Nachdem ich mit der o.g. #metoo- Geschichte eine sehr schlechte Erfahrung mit einer Zeitung gemacht hatte war ich skeptisch ob ich wahrheitsgemäß widergegeben werden würde. Aber umso mehr angetan von dem schönen Artikel 🤗♥]

Medienleute sahen dann meinen Barfuß- Artikel in der Rheinpfalz und kamen durch den SWR an meine Daten.

4.
So kam es dass der Radio Sender SWR1 mit mir ein kleines Interview durchfühte am 7.12.18 :

Interview bei SWR1

Noch vor dem Radiotermin wurde ich vom SWR Fernsehen angeschrieben wegen eines barfüßigen Drehs hier der demnächst stattfinden wird. Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt 😎.


 Hier mit meiner großen Tochter und dem Moderator  Veit Berthold

Ich bedanke mich bei allen Redakteuren, Moderatoren, Fotografen und Menschen im Hintergrund die es mir ermöglichen, vielleicht ein wenig “Verrücktheit“ vom Barfußgehen zu nehmen, die Leute für das Thema zu sensibilisieren und vielleicht sogar ein paar Menschen dafür begeistern zu können. 
Auch wenn man nicht täglich bf geht, wird man sehr schnell spüren, wie angenehm es ist.

Lauf' mehr barfuß und pass' auf dich auf ♥👣

Samstag, 24. November 2018

Artgerechte Fußhaltung- ein Gedicht von mir

Artgerechte Fußhaltung

Ich kümm're mich um meine Füße
Denn sie kümmern sich um mich
Sie lassen mich gesunden
Nichts anderes erwarte ich.

Seh' ich an mir herunter
So fällt mir ganz schnell auf
Nicht ich bin hier der Käse:
Die Füße auf denen ich lauf'!

Wieso sollt' ich sie quälen
Mit Enge und Gestank?
Viel besser lässt 's sich leben
Bleiben die Schuhe im Schrank!

Der Blick der and'ren Leute nervt:
“So ist's hier nicht der Brauch!“
Die wissen's halt nicht besser
So war ich früher auch.

Zu stark die Angst, die Sorge
Es könne was passier'n
Man trete in ne Scherbe
Es könnt' sich infizier'n.

Die Blase, so die Meinung,
Die könnt' erkälten sich
Man würd auf's Töpfchen rennen,
's würd brennen fürchterlich.

Doch liegt die Blase fröhlich
im Körper verstaut gut.
Und fühlt sich darin wohlig
Mit Füßen nix am Hut.

Die Füße werden lieben dich
Für die Freiheit die du ihnen gibst
Du wirst gesunder und bewusster sein
Und dankbar dass du mehr bei dir bist.
(S.I.S. 11/2018)


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Ich schreibe gerne Gedichte, meist Prosa. Aber dieser kleine Reim kam mir eben spontan in den Sinn. Vllt.hast du mit einem Augenzwinkern auch Spaß damit 😉
Pass' auf dich auf 💞👣

Donnerstag, 22. November 2018

Mein Fußabdruck in der Zeitung😉 😍👣: ich in der Rheinpfalz am 22.11.2018

For my english friends: please choose the *web version* further under and you'll find a translator then!

Hier der Artikel zum Lesen.


Schuhlos glücklich
Wenn die Speyererin Selina Hocke in diesen kalten Novembertagen auf der Straße unterwegs ist, erntet sie viele ungläubige Blicke. Denn: Die 39-Jährige trägt keine Schuhe. Sie läuft barfuß. Fast immer, und zwar fast überall hin. Die RHEINPFALZ hat sie zu einem Spaziergang durch die Speyerer Innenstadt begleitet.

(VON ANNA WARCZOK)
Die Blicke der Passanten in der Maximilianstraße wandern langsam vom Gesicht der jungen, schlanken Frau mit den dunklen, kurzen Haaren nach unten, die dicke schwarze Winterjacke und die Thermohose entlang zu ihren Füßen. Dann wieder nach oben, und wieder nach unten. Einige schauen schnell weg, andere runzeln die Stirn.

Solche Reaktionen ist Selina Hocke mittlerweile gewöhnt. Unter ihrer Hose blitzen ihre nackten Füße hervor. Sind sie nicht eiskalt? „Doch, die Füße sind kalt, aber ich friere nicht“, sagt Hocke und hebt zur Erklärung ihr Hosenbein an. Darunter: Leggins, Jeans und dicke Stulpen. „Wenn der Körper bis zu den Knöcheln warm eingepackt ist, gleichen die Füße den Rest aus“, sagt sie. 

Bei wenigen Grad über Null barfuß über kaltes Kopfsteinpflaster zu laufen, will dennoch geübt sein. „Heute Morgen habe ich wieder eine persönliche Grenze geknackt“, sagt Hocke. Bisher habe ihre Barfuß-Kälteschmerzgrenze bei 5 Grad Außentemperatur gelegen. Sie strahlt. „Das Sparkassen-Thermometer hat heute aber 2 Grad angezeigt.“ 

An noch niedrigere Temperaturen muss sich die 39-Jährige erst herantasten. Barfuß ist sie erst seit einigen Monaten unterwegs. Dabei hätte sie selbst nie gedacht, dass sie einmal ohne Schuhe durch die Innenstadt laufen würde. „Ich bin Krankenschwester, habe schon alle möglichen Verletzungen gesehen. Schnitte, entzündete Wunden – nein danke, dachte ich immer übers Barfußlaufen.“ Wenn ihre drei kleinen Töchter früher irgendwo Schuhe oder Socken ausziehen wollten, habe sie sie immer ermahnt: „Macht das nicht. Ihr werdet krank.“ 

Dann kam der 21. August dieses Jahres. Es war ein warmer Tag, Hockes Füße waren müde, ihre Schuhe störten sie. „Wir waren auf dem Weg nach Hause. Meine Kinder zogen ihre Schuhe aus, und ich tat es dann einfach auch“, erzählt sie. An die ersten nackten Schritte auf der Straße erinnert sie sich genau: „Der Boden war sehr krisselig. Mit fast jedem Schritt spürte ich einen neuen Impuls. Es war ein tolles Gefühl.“

 Diese Erfahrung ließ sie nicht mehr los. Die Speyererin beschloss, ihre Schuhe öfter im Schrank zu lassen. Ganz weglassen wollte sie sie aber nicht. „Ich hab’ mich nicht hingestellt und gesagt: Ich bin ab jetzt Barfußläuferin.“ Zu dogmatisch sei ihr eine solche Einstellung. Sie entscheide von Tag zu Tag, ob sie Lust darauf habe oder nicht. Schuhe habe sie seither dennoch selten getragen, sagt sie: „Eigentlich nur bei der Arbeit und einmal bei einem Auftritt meines Chors, weil ich darum gebeten wurde. Und zum Altstadtfest. Da liegt so viel Zeug auf dem Boden, da ginge ich nie barfuß hin.“ 

Auch auf der Maximilianstraße ist einiges los: Passanten huschen über die Straße, die Vorbereitungen auf den Weihnachtsmarkt laufen auf Hochtouren. Auf dem Boden liegen Kabel, Glasscherben, Müll. Gekonnt weichen Hockes gepflegte Füße mit den dunkel lackierten Nägeln all dem aus. Sie läuft zügig, blickt kaum auf den Boden. Das war in den ersten schuhfreien Wochen anders: „Am Anfang ist man total konzentriert aufs Laufen, guckt starr vor sich auf den Boden, ob da was liegt.“ Auch das habe ihr gefallen. „Man ist so fokussiert, dass man vom Drumherum nichts mitbekommt. Ich habe gemerkt, dass es mir sehr dabei hilft, den Kopf zu entspannen.“ 

Achtsamkeit nennt sich das im Jargon der Barfußläufer. Doch nicht nur mentale, auch körperliche Veränderungen hat Hocke an sich bemerkt, seit sie auf Schuhe verzichtet. „Ich habe eine Fußfehlstellung und seit Ewigkeiten Schmerzen im linken Fuß, bei denen mir kein Arzt sagen kann, woher die kommen“, sagt sie. Seit sie barfuß unterwegs ist, gehe es ihren Füßen viel besser. „In den meisten Schuhen werden die Zehen zusammengedrückt. Das begünstigt unter anderem die Entstehung eines Hallux“, erklärt Hocke. Wenn sie Schuhe trage, dann meist sogenannte Barfußschuhe, die das schuhfreie Gefühl nachempfinden. 

Aber meist bleiben auch die im Schrank. Sie liebe es, barfuß durch die Stadt zu laufen und dabei alle möglichen Untergründe zu spüren, so Hocke. Was sie nicht mag? „Rindenmulch! Das ist mein Feind“, erklärt sie und lacht. Verletzt habe sie sich beim Barfußlaufen nur einmal: „Eine Glasscherbe. Zuhause habe ich aber sofort desinfiziert. Zum Glück ist nichts weiter passiert.“ Ihre Familie unterstützt Selina Hocke bei ihrer Entscheidung, barfuß zu laufen. „Meine Kinder finden es toll. Meine ältere Tochter hat auch mit dem Barfußlaufen angefangen. Und mein Mann sagt, ich solle einfach mein Ding durchziehen.“ 

Eine Passantin bleibt entgeistert stehen. „Ist das eine Therapie?“, fragt sie Hocke und blickt auf die Füße. Die lächelt, erklärt, nein, sie laufe einfach gerne barfuß. „Das könnte ich nicht. Da müsste ich ständig auf Toilette“, erwidert die Frau lachend. Sie geht weiter. Solche Fragen machten ihr nichts aus, sagt Hocke später. Auch blöde Sprüche nicht – die lächele sie meist weg. „Von außen betrachtet muss ich auf einige verrückt wirken. Aber ich tue ja nichts Schlimmes, sondern einfach etwas Gutes für mich“, sagt sie. „Ich finde, jeder sollte so sein, wie er will.“

Zur Sache: Barfußlaufen

Wer auf Schuhe verzichten will, sollte die richtige Lauftechnik üben, rät Selina Hocke interessierten Anhängern. “Es ist wichtig, nicht zu laufen wie in Schuhen, also nicht aus der Ferse heraus“, erklärt sie. Von den meisten Barfuß- Experten werde ein Vorderfuß- oder Mittelfußgang empfohlen. “Wie eine Katze“, verdeutlicht Hocke. Dabei würden die Fußmuskeln wieder so beansprucht wie es die Natur vorgesehen habe. Anfänger sollten sich langsam herantasten. “Lieber erst kurze Strecken ausprobieren“, rät sie. Haut und Muskeln müssten sich an die Beanspruchung gewöhnen. Einen besonderen Tipp für die kalten Tage hat Hocke auch: “Kein Koffein trinken. Das zieht die Gefäße zusammen.“

IM NETZ
Über ihre schuhlosen Erfahrungen berichtet Hocke auf ihrem Blog.

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Danke Frau Warczok für den wunderschönen Artikel, danke Herr Landry u.A. für das tolle Foto u.d danke an die Redaktion für das Abdrucken ♥👣😎

Passt auf euch auf 👣♥